Ab 65 € versandkostenfreie Lieferung! Abholung in Kiel nach absprache möglich

Das Familienunternehmen

Die Olivenhaine der Familie Brazzaventre erstrecken sich auf einem weitläufigen und fruchtbaren Hügelland bis zum ionischen Meer. Genauer gesagt: auf 40 Hektar Land in der Nähe der Stadt Lentini. Dort findet der Olivenbaum ideale Umweltbedingungen für ein üppiges Wachstum, sodass die Früchte optimal heranreifen können. Die Leidenschaft der Familie Brazzaventre, die Beschaffenheit des Landes und das Klima bringen diese qualitativ hochwertigen Olivenöle hervor.

Heute wird das Unternehmen vom Familienvater Vincenzo geleitet. Das Land, auf dem zuvor auch Zitrusbäume wuchsen, wurde vor mehr als 30 Jahren von seinem Großvater erworben. Vincenzos Vater hat schließlich die verbliebenen Zitrusbäume mit weiteren Olivenbäumen ausgetauscht, um sich auf die reine Olivenölproduktion zu konzentrieren. Auch heute bleibt die Familie der Herstellung von Olivenöl treu und lehnt es ab diese im Großhandel zu verkaufen. Die Brazzaventres stellen originelle, mediterrane Produkte her, die sich durch ihre Authentizität und Exzellenz auszeichnen.

Vincenzos Olivenöle

Die Ländereien der Familie teilen sich in zwei verschiedene, von einer Landstraße getrennte, Olivenhaine auf.

Der eine, etwas größer, erstreckt sich an den Ausläufern der Bergreihen "Monti Iblei", zwischen Ragusa und Syrakus. Hier wachsen die Oliven für unser Olivenöl "Aurus".

Der andere, weitaus "luftigere", aber auch kleinere Olivenhain, bietet Ausblick auf das Meer - tatsächlich sind es nur 3km bis dahin. Hier wachsen ausschließlich Nocellara Etnea-Oliven, die exklusiv für das Öl "Cru 477" verwendet werden. Der Name setzt sich wie folgt zusammen: "Cru" bezeichnet Anbaugebiete die aufgrund ihrer Begebenheiten besonders hochwertige Produkte hervorbringen. Unter der Nummer 447 ist der Olivenhain registriert, auf dem die Oliven für das Öl angebaut werden.

Arbeiten im Olivenhain

Wachstum & Gefahren

Vincenzo hat im Laufe der letzten Jahre weitere Grundstücke unweit des Landes seines Großvaters hinzugekauft und mit neuen Olivenbäumen bepflanzt. Nach fünf Jahren können die ersten Früchte geerntet werden. Während der gesamten Lebenszeit der Bäume verzichtet Vincenzo auf Kunstdünger und andere chemische Stoffe. Olivenbäume sind nicht sonderlich anfällig für Insektenbefall, jedoch können sie im Sommer Bränden zum Opfer fallen. Diese haben auch Vincenzos Ländereien einige Male erreicht und viele Bäume zerstört. Olivenbäume erweisen sich als echte Überlebenskämpfer: Aus den verkohlten Stammresten sprießen schnell wieder kleine Äste hervor und bilden einen neuen Baum (siehe Foto).

Vincenzos Bäume sind bis zu 100 Jahre alt.

Vorbereitungsphase "Potatura"

"Potatura" steht für das Schneiden der Äste, die dem Wachstum der Früchte im Wege stehen. Wenn Olivenbäume zu dichte Blätter haben, schadet das der Ernte. Daher werden im Frühjahr einzelne Äste abgetrennt, mit einer Maschine, der sogenannten "Trincialegni", zerkleinert und zwischen den Baumreihen als natürlicher Dünger verteilt. Darunter bildet sich ein gutartiges Bakterium, das den Pflanzen wie in einem Kompost dem Wachstum dient. Die größeren Äste werden als Feuerholz verwendet.

Die Ernte

Sobald die Oliven reif sind, geht Vincenzo mit seinen Erntehelfer:innen wie folgt vor:

Morgens werden bis zu 600 kg Oliven manuell geerntet und in Kisten mit Luftzufuhr gelagert, um Beschädigungen und Quetschungen vorzubeugen. Anschließend werden sie in das eigene "Frantoio" gebracht. Hier werden die Oliven innerhalb von acht Stunden zu Olivenöl verarbeitet um die Gärung zu vermeiden.

Für das "Frantoio" hat Vincenzo eine alte Ruine, die auf dem Gelände stand komplett renoviert, um dort sein eigenes Olivenöl herzustellen (siehe Foto). Zuvor hatte sein Großvater ein externes "Frantoio" zur Weiterverarbeitung genutzt.

Die einzelnen Olivenpflanzen erklärt

NOCELLARA ETNEA

Nocellara Etnea ist eine weit verbreitete Sorte im mittleren und Ost-Sizilien, besonders auf der Catania-Seite des Ätnas. Die Frucht wird hauptsächlich zur Herstellung von Tafeloliven und Öl verwendet.

In frühen Reifestadien geerntet, produziert sie lebendige Öle mit einem Beigeschmack von Artischocke und manchmal grüner Tomate.

☛ Fruchtigkeit des Öls: mittel bis intensiv
☛ Schärfe: stark
☛ Bitterkeit: leichte bis mittlere Intensität.

BIANCOLILLA

Die Sorte Biancolilla ist nicht nur die am weitesten verbreitete Oliven-Sorte auf Sizilien, sondern hat auch zahlreiche Genotypen. Biancolilla-Öl kann aufgrund der beträchtlichen genetischen Variabilität sehr unterschiedliche organoleptische Eigenschaften aufweisen, daher werden sehr unterschiedliche Öle produziert.

Das Öl kann im Geschmack & Geruch dem Nocellara-Öl ähneln. Wenn die Frucht nicht sehr reif ist, ist sie durch den Geruch von Mandel gekennzeichnet, teilweise begleitet von Artischocke, grüner Tomate und Gras. Die Geschmäcker süß, würzig und bitter sind gut harmonisiert.

☛ Fruchtigkeit: leicht bis mittel

TONDA IBLEA

Die Tonda Iblea ist eine der sizilianischen Sorten, die sehr angenehme, harmonische Öle hervorbringt. Die Sorte findet man besonders in der "Ibleo"-Hochebene zwischen den Provinzen Syrakus und Ragusa und kann als ein sizilianisches Öl der Spitzenklasse bezeichnet werden. Aus organoleptischer Sicht ergibt die Tonda Iblea harmonische, ausgewogene und sehr angenehme Öle. Im Geruch kann man Mandel und manchmal Gras sowie Artischocke erkennen.

☛ Fruchtigkeit: mittel bis intensiv
☛ Schärfe: leicht bis mittel
☛ Bitterkeit: leicht bis mittel
(intensiver bei Ölen aus unreifen Früchten)

Die kunstvollen Etiketten

Die Etiketten auf dem Olivenöl „CRU 477“ sind ein Ausschnitt aus verschiedenen Gemälden eines sizilianischen Künstlers namens Enrico Paradiso. Er hat freundlicherweise der Tenuta San Demetrio die Erlaubnis erteilt, Ausschnitte auf seinen Etiketten zu verewigen.

Seid ihr gespannt, wie dieses Olivenöl schmeckt? Lieber mild oder kann es auch etwas stärker sein? Hier könnt ihr euch euren Favorit aussuchen.